Eine Stimme für Heinrich Zille! Bitte stimmt mit ab!

Die Ing-Diba sponsert je 1000 € für 1000 gemeinnützige Vereine. Voraussetzung ist die erforderliche Stimmenanzahl.
Der „Heinrich  Zille-Freundeskreis e.V.“  betreibt das Zille Museum ehrenamtlich  und hat sich bei der Ing-Diba beworben. Falls wir gewinnen, werden wir die 1000 € für die Ausgestaltung des 160. Geburtstages von Heinrich Zille am 10. Januar 2018 und für unser „Zille-Jahr 2018“ verwenden. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimmabgabe:     

Du und Dein Verein – zur Stimmabgabe

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ZiLLEMUSEUM | Propststraße 11  | D-10178 Berlin
täglich 11.00—18.00 Uhr  |  daily 11am – 6pm

Det is sein ‚Milljöh‘

Mitten im historischen Nikolaiviertel, direkt am Ufer der Spree, nur um die Ecke – wohl die schönste Berlins – des Ephraim Palais‘ mit seinen goldenen Balkongittern und in unmittelbarer Nähe der imposanten Kurfürstenhöfe, des neu entstandenen  Stadtschlosses und des Berliner Doms finden Sie das ZiLLEMUSEUM.
In den Arkaden der Propststraße ist ein Ort entstanden, der dem großen Sohn der Stadt und ihrem 80. Ehrenbürger, dem Maler, Zeichner und Fotografen Heinrich Rudolf Zille (1859 bis 1929) und seinem Werk gewidmet ist.

„Pinselheinrich“ nannten ihn nicht alle seine Zeitgenossen unbedingt liebevoll, sondern manche auch eher schmählich. Denn Zilles Bilder, Fotos und Zeichnungen stemmten sich kraftvoll gegen den Wilhelminischen Zeitgeist, dessen massive Industrialisierung, Urbanisierung und soziale Verelendung schließlich in zwei Weltkriegen endete.

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Doch Heinrich Zilles Pinsel waren nie weich und flauschig. Im Gegenteil. Er führte eine Feder, die weitaus spitzer war als jedes Dragonerbajonett seiner Zeit. Und er führte sie treffsicher, schnell und elegant noch bis zu seinem Tod 1929. Er starb, könnte man meinen, gerade noch rechtzeitig, um sich die Folgen der Weltwirtschaftskrise und Hitlers Machtergreifung nicht mehr zumuten zu müssen.
Denn zugemutet hatte er sich bis dahin viel. Rund drei Jahrzehnte lang trieb sich Heinrich Zille unermüdlich in den tuberkulosedurchseuchten Hinterhöfen Berlins herum, in Bordellen und Arbeiterkaschemmen. Gnadenlos sezierte er das Innenleben des schnell wachsenden Proletariats und lernte dessen Jargon. 

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Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern lag, wurde Zilles Werk ganz zart mit dem Staub einer Rumpelkammer überzogen – die Scham über das historische Desaster gestattete keinen freien Blick mehr auf Zilles scharfen Verstand, sondern verdrängte sein Werk in die Ecke „nostalgisches Lokalkolorit“.

Doch der aufmerksame Beobachter, der heute durch die Straßen Berlins oder einer anderen Großstadt schlendert, wird feststellen, dass sich zwar Sprache und Mode geändert haben, aber Zilles Sicht auf das „Milljöh“ immer noch sehr nah dran ist an den sozialen Brennpunkten unserer Tage.
Zille setzte mit seinem Werk Maßstäbe und hat dies obendrein auch noch sehr witzig getan. Zille informiert nicht nur kritisch – er erhellt und unterhält.
Folgen Sie uns durch das ZiLLEMUSEUM auf Pinselheinrichs Spuren. Heinrich Zille zeigt Ihnen, wie wir Deutschen wurden, was wir heute sind. Er ist aktueller als je zuvor!

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